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Kreativität als aufmerksames Sehen
Modul-Einführung

Kreativität als aufmerksames Sehen

80% abgeschlossen

🛠️
Adaptives Signal

Wende dein Wissen an

Du bist bereit, deine Fähigkeiten zu testen! Löse die praktische Aufgabe, um deine Agilität in der Praxis zu beweisen.

Warum das? Du hast die theoretischen und reflektiven Teile abgeschlossen. Jetzt ist es Zeit, etwas zu erschaffen und anzuwenden.
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Kreativität wird oft mit Originalität verwechselt. Natürlich spielt Originalität eine Rolle. Aber originelle Ideen entstehen selten dadurch, dass jemand sich hinsetzt und sagt: „Jetzt bin ich originell.“ Viel häufiger entstehen sie aus genauer Beobachtung. Menschen, die kreativ arbeiten, sehen oft nicht grundsätzlich mehr als andere. Aber sie nehmen anders wahr. Sie bleiben an Dingen hängen. Sie stellen Fragen. Sie betrachten eine Situation nicht nur danach, wofür sie offensichtlich gedacht ist, sondern auch danach, was noch darin stecken könnte. Ein Stuhl ist dann nicht nur ein Stuhl. Er ist vielleicht ein Zeichen dafür, wie wir arbeiten, warten, lernen oder ausgeschlossen werden. Eine Warteschlange ist nicht nur eine Warteschlange. Sie kann etwas über Geduld, Organisation, Macht oder schlechte Gestaltung erzählen. Ein leerer Raum ist nicht nur leer. Er kann eine Einladung sein. Kreativität braucht also eine gewisse Offenheit gegenüber dem Unfertigen. Wir müssen bereit sein, Dinge nicht sofort einzuordnen. Unser Gehirn liebt schnelle Kategorien: bekannt, langweilig, nützlich, unwichtig, richtig, falsch. Diese schnellen Einordnungen helfen im Alltag, aber sie können kreative Möglichkeiten verschließen. Ein kreativer Blick verzögert dieses Urteil. Er sagt nicht sofort: „Das kenne ich schon.“ Er fragt: „Was ist hier noch möglich?“ Dabei geht es nicht darum, alles künstlich spannend zu finden. Es geht darum, den automatischen Blick zu unterbrechen. Gerade im Alltag steckt viel kreatives Material, weil wir ihn so selten wirklich anschauen. Eine gute kreative Grundhaltung besteht aus drei Bewegungen: Erstens: bemerken. Was fällt mir auf? Was irritiert mich? Was wirkt ungewöhnlich, schön, störend, überflüssig oder interessant? Zweitens: fragen. Warum ist das so? Für wen ist das gut? Für wen nicht? Was wäre, wenn es anders wäre? Drittens: umdeuten. Was könnte das noch sein? Wofür könnte man es zweckentfremden? Welche Geschichte steckt darin? Welche Möglichkeit? Kreativität beginnt also nicht mit der perfekten Idee, sondern mit einer anderen Art von Aufmerksamkeit.
Erledigt
02

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Erledigt
Wissens-Check

Welcher Ansatz beschreibt am besten einen effektiven Prozess zur Förderung von Innovation und zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen im professionellen Umfeld?

Erledigt

Practical Challenge

Peer-Herausforderung
Praktische Herausforderung

Szenario

Ihr Team leidet unter monotonen wöchentlichen Check-in-Meetings, die Energie rauben und kaum zu konkreten Ergebnissen führen. Die Teilnehmenden sind oft unvorbereitet und uninspiriert.

Deine Aufgabe

Entwickeln Sie in 8 Minuten drei radikal neue Ansätze, um diese Meetings zu beleben. Wählen Sie den vielversprechendsten aus, skizzieren Sie kurz dessen Umsetzung und formulieren Sie einen ersten Testschritt.

Bewertungskriterien

  • Innovationsgrad der Ideen
  • Praktikabilität des ausgewählten Ansatzes
  • Klarheit des vorgeschlagenen Testschritts
Projekt-Herausforderung
Projektbasiertes Lernen

Kreativitäts-Entdecker: Dein persönlicher Ideengarten

Szenario

Stell dir vor, du sitzt zu Hause und bemerkst, wie bestimmte Gegenstände oder Tätigkeiten in deinem Alltag immer auf dieselbe Weise genutzt oder ausgeführt werden. Du möchtest etwas Neues ausprobieren, um deine Routine aufzubrechen und deine eigene Kreativität zu wecken, die du vielleicht bisher nicht beachtet hast.

Dein Ziel

Wähle einen beliebigen Alltagsgegenstand oder eine feste Routine in deinem Zuhause oder deiner Umgebung (z.B. eine Kaffeetasse, ein Lesezeichen, der Weg zur Arbeit, die Art, wie du deine E-Mails sortierst). Deine Aufgabe ist es, mindestens drei völlig neue, unerwartete oder spielerische Verwendungszwecke, Interaktionen oder Interpretationen für diesen Gegenstand/diese Routine zu entwickeln. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, über den Tellerrand zu blicken und deine Assoziationsfähigkeit zu trainieren.

Erforderliches Ergebnis

Ein 'Kreativitäts-Protokoll', das aus folgenden Elementen besteht:1. Eine kurze Beschreibung des ursprünglichen Gegenstands oder der Routine.2. Eine Vorstellung deiner drei (oder mehr) neuen Ideen. Dies kann in Form einer kurzen schriftlichen Beschreibung pro Idee, einer Skizze, einem Foto oder einem sehr kurzen Videoclip (max. 60 Sekunden gesamt) pro Idee erfolgen, der die Umsetzung oder Nutzung demonstriert. Erkläre kurz, wie du auf die Ideen gekommen bist.

Einschränkungen

  • Nutze ausschließlich Materialien und Ressourcen, die dir bereits zur Verfügung stehen. Kein Kauf neuer Gegenstände.
  • Die entwickelten Ideen müssen nicht 'praktisch' oder 'nützlich' sein; der Fokus liegt auf Originalität und spielerischer Kreativität.
  • Beschränke deine Ideensammlung und -dokumentation auf maximal 60 Minuten.
  • Die Ausarbeitung sollte keine professionellen Fähigkeiten erfordern, sondern deine persönliche Auseinandersetzung zeigen.

Modul-Abschlussgespräch

Beantworte Ankas Fragen, um das Modul abzuschließen.

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